Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ab Mai beendet

Geschäftsführer aufgepasst: 

Befreiung von der Insolvenzantragspflicht endet zum 30. April 2021

Alle insolventen Unternehmen müssen ab dem 1. Mai 2021 wieder Insolvenz anmelden. Für Unternehmen, die sich infolge der COVID19 Pandemie in Zahlungsschwierigkeit befinden, ist nur noch bis zum 30. April 2021 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt. Bisher mussten krisengeplagte Unternehmen keinen Insolvenzantrag stellen, wenn sie zwischen dem 1. November 2020 und dem 28. Februar 2021 staatliche Corona Hilfsmaßnahmen beantragt hatten. 

Wenn eine juristische Person zahlungsunfähig oder überschuldet ist, sieht die Insolvenzordnung vor, dass deren Vertretungsorgan einen Eröffnungsantrag ohne schuldhaftes Zögern zu stellen hat. Der Insolvenzantrag muss spätestens 3 Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit und 6 Wochen nach Eintritt der Überschuldung gestellt werden. Die 3 Wochenfrist stellt eine gesetzliche Höchstfrist dar, in der Regel müssen Geschäftsführer den Insolvenzantrag jedoch früher stellen.

Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung als Insolvenzgründe

Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen (vor allem Zahlungen einstellt).

Überschuldung ist gegeben vor, wenn das Vermögen des Unternehmens die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Nicht jedoch, wenn die Fortführung des Unternehmens in den nächsten 12 Monaten überwiegend wahrscheinlich erscheint.

Verstöße gegen die Insolvenzantragspflicht

Die Verletzung der Insolvenzantragspflichten ist strafbar. Insolvenzverschleppung wird mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder eine Geldstrafe bestraft. Im Falle einer Verurteilung, darf man für einen Zeitraum von 5 Jahren nicht als Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstand einer Aktiengesellschaft bestellt werden. Neben strafrechtlichen Konsequenzen können sich Schadenersatzpflichten gegen Geschäftsführer drohen.

Insolvenzantragspflicht bei einer GmbH ohne Geschäftsführer

Wenn eine GmbH keinen Geschäftsführer mehr haben sollte, so ist jeder Gesellschafter der GmbH zur Stellung des Insolvenzantrags verpflichtet. 

Sie brauchen Unterstützung? Melden Sie telefonisch 040 – 636 655 60 oder online für einen kostenlosen Erstkontakt mit unseren Beratern. 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/insolvenzaussetzungsgesetz-1781394

Umgang mit Inkasso-Firmen

Millionen Deutsche haben bereits Post von einer Inkasso-Firma erhalten. Wobei die Firmen nicht zimperlich sind, in den Schreiben die Adressaten unter Druck zu setzen. Oftmals wissen die Betroffenen nicht, ob die Forderungen berechtigt sind, und zahlen.

Verbraucherschützer sprechen von der “Konsumentenplage des 21. Jahrhunderts”. Gemeint ist die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen mitunter ohne Mahnung ihre Forderungen an säumige Kunden an eine Inkassofirma weitergeben. Betroffene sind oftmals kaum in der Lage, zu beurteilen, ob die Zahlungsaufforderungen – auch in der Höhe – gerechtfertigt sind. Häufig drohen Unternehmen mit der gerichtlichen Durchsetzung von Ansprüchen, unseriöse Firmen gar mit Lohn- und Gehaltspfändung oder Hausbesuch zur Pfändung von Wertsachen.

Der Deutsche Inkasso Dienst DID setzt noch einen drauf, und kündigt Schuldnern auch in der Corona-Pandemie Hausbesuche an, wie die Verbraucherzentrale berichtet. Ein Verbraucher aus Hamburg erhielt ein Schreiben, in dem das Unternehmen mitteilte, ein Außendienstmitarbeiter wolle mit dem Verbraucher über den Ausgleich einer noch ausstehenden Forderung von rund 900 Euro sprechen. Sollte der Verbraucher die Schuld jedoch zeitnah begleichen, würde der DID von einem Hausbesuch absehen.

“Mit diesen Schreiben werden Schuldner massiv unter Druck gesetzt”, unter der Last der offenen Forderung fühlen sich Schuldner häufig verpflichtet, solchen Hausbesuchen zuzustimmen. Das Unternehmen riskiert damit sowohl die Gesundheit des Schuldners als auch der eigenen Mitarbeiter. Das ist unverantwortlich.”

Schreiben entbehren jeglicher Grundlage

Demnach sollten sich Betroffene von dem Schreiben nicht erschrecken lassen. Diese entbehren jeglicher gesetzlichen Grundlage. Denn Schuldner sind nicht verpflichtet, Mitarbeiter von Inkassounternehmen in ihre Wohnung zu lassen. Das Recht, die Wohnung eines Schuldners zu betreten, haben grundsätzlich nur Gerichtsvollzieher aufgrund eines Gerichtsbeschlusses.

Andere Unternehmen stellen Schuldnern diese Hausbesuche sogar extra in Rechnung. Offene Forderungen werden auf diese Weise weiter aufgebläht. Dabei muss das Inkassounternehmen für die Kosten eines Hausbesuches grundsätzlich selbst aufkommen. Diese sind keine notwendigen Kosten der Rechtsverfolgung und damit auch nicht vom Schuldner zu ersetzen.

Schuldner sollen tätig werden

Wir raten dazu, finanzielle Probleme offensiv anzugehen und nicht auf die lange Bank zu schieben: “Schulden regulieren sich in der Regel nicht von selbst. Handeln ist gefragt. Gerade im Umgang mit Inkasso-Diensten ist es wichtig, seine Rechte als Schuldner zu kennen und durchzusetzen. Die Unternehmen spekulieren häufig darauf, dass säumige Kunden ihren Forderungen einfach nachgeben, um diese möglichst schnell aus der Welt zu schaffen.”

Die Schuldnerhilfe informiert Betroffene über ihre Rechte und Pflichten und zeigt Wege aus der Schuldenfalle. 

Rufen Sie uns an 040 – 636 655 60

Schufa-Auskunft: Kostenlos online beantragen

Lesen Sie hier, wie Sie die Daten kostenlos online beantragen können.

Was ist eine SCHUFA-Selbstauskunft und wie bekomme ich sie kostenlos?

Die SCHUFA-Selbstauskunft zeigt Ihnen, wie die SCHUFA Ihre Zahlungsmoral einschätzt. Sie haben das Recht auf eine kostenfreie Datenkopie pro Jahr. Wir erklären Ihnen, wie Sie die SCHUFA-Auskunft kostenlos bekommen und warum ein Check der Eigenauskunft so wichtig ist!

Die kostenlose SCHUFA  Auskunft

Die SCHUFA-Selbstauskunft – offiziell „Datenübersicht nach § 34 BDSG“ – ist ein mehrseitiges Dokument, das alle Daten, die die SCHUFA Holding AG über Sie gesammelt hat, listet. Seit dem 1. April 2010 haben Verbraucher nach Art. 15 DS-GVO Bundesdatenschutzgesetz das Recht, diese Auskunft einmal pro Jahr kostenlos zu beantragen.

So erhalten Sie die SCHUFA-Selbstauskunft kostenlos!

Das Bestellformular für die kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft ist auf der Internetseite der SCHUFA leider schwer zu finden. Der Trick ist, nicht nach der kostenpflichtigen „SCHUFA-Bonitätsauskunft“, sondern nach „Datenkopie“ zu suchen. Unter folgendem Link kommen Sie direkt zu der Seite, auf der Sie den Antrag ausfüllen und Ihre persönliche Datenkopie anfordern können. Sie wird Ihnen nach wenigen Tagen per Post zugeschickt. 

Unser Tipp: Wir empfehlen Ihnen, regelmäßig jedes Jahr eine SCHUFA-Selbstauskunft anzufordern.

Bundestag beschließt Schuldenfreiheit nach drei Jahren für alle!

Die Dauer einer Privatinsolvenz in Deutschland betrug bisher generell sechs Jahre. Diese lange Zeit hielt viele Betroffene davon ab, Privatinsolvenz zu beantragen. Der Bundestag hat nun den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens angenommen. 

In seiner Sitzung vom 17.12.2020 beschloss der Bundestag die Änderung.

Die Regelung zur Verkürzung der Insolvenz gilt auch rückwirkend für alle Insolvenzanträge, die ab dem 01.10.2020 gestellt wurden.

Ziel der Richtlinie ist es, dass Privatpersonen in der EU, also auch in Deutschland, alle ihre Schulden bereits nach drei Jahren verlieren und ein neues, schuldenfreies Leben beginnen können. Die Verkürzung auf drei Jahre macht die Insolvenz für viele Personen zur besten Möglichkeit, sich der Schulden sicher zu entledigen.

Die Insolvenz soll einen schuldenfreien Neuanfang ermöglichen. Da aktuell viele Personen aufgrund der Pandemie in eine finanzielle Krise geraten sind, hat der Gesetzgeber beschlossen, diesen Neuanfang zu vereinfachen. Daher wurden das Privat- und das Regelinsolvenzverfahren auf drei Jahre verkürzt.

Viele Menschen mit Schulden fragen sich derzeit, ob die Verkürzung der Insolvenz auch für sie positiv ist. Die Antwort ist in vielen Fällen: Ja. Denn nun ist das Insolvenzverfahren für noch mehr Betroffene der beste Weg aus den Schulden.

Kontaktieren Sie uns gerne jetzt für eine Erstberatung zur Entschuldung.

Schuldnerberatung für Selbständige bei Coronavirus Problemen

Aufgrund des aktuellen Thema Corona (Coronavirus) wurden die Beratungszeiten für Selbständige ausgeweitet. Wir möchten Firmen, die durch Corona in die Krise geraten sind schnellstens helfen.

Für diese Unternehmen rufen Sie uns unsere Hotline unter 0800 220 41 00 an. Dort erhalten Sie kurzfristig einen Termin zur professionellen Schuldnerberatung für Selbständige.

Wir sind für Sie da

Mo - Fr: 08:00 - 20:00 Uhr
Telefon: 0800 / 220 41 00

Auf WhatsApp schreiben

Soforthilfe

Kurzfristige Termine möglich
Starten Sie Ihren Neuanfang!

Jetzt anfragen

Kurzfristige Termine möglich! Starten Sie Ihren Neuanfang!